Für das Weimarer Kunstfest Pelerinage 2004 sollten Studenten ein integratives Raumkonzept für einen Liszt-Raum entwickeln, welcher die Bereiche Ticketverkauf, Cafelounge und Ausstellung beinhaltet.
Im Laufe des Tages verändern sich die drei Nutzungsarten des Raumes durch die Besucher. Die Beleuchtung soll sich der jeweiligen Nutzung anpassen. Jedoch scheitern vorbereitete Lichtstimmungen meist an der Unaufmerksamkeit der Besitzer, die ihren Schwerpunkt auf den laufenden Kundenbetrieb legen und selten auf das Licht achten und die Beleuchtung anpassen.
Januar und Juli 2004:
Dimmer, NV-Halogenstrahler,
1. Computer, Webcam und Eyesweb,
2.IR-Bewegungssensoren und AVR-Mikroprozessor,
Eagle E-Layout und AVR Bascom Basic.
Farbfelder ist ein Lichtsystem, dass die Lichtsteuerung des Raumes automatisch übernimmt und auf die drei Nutzungsarten reagiert. Der Raum wird mit einer Kamera beobachtet, wobei drei festgelegte Bereiche auf ihre Besucheraktivität geprüft werden.
Bei der zweiten Version der Lichtsteuerung wurde ganz auf einen Computer verzichtet. Das System ist auf einen Mikroprozessor aufgebaut, der die Zonen mit Infrarot-Sensoren überwacht. Dadurch werden aufdringliche Kameras vermieden und das Tracking des Raumes ist weniger Lichtabhängig und insgesamt robuster.
Eine starke Frequentierung rund um den Ticketschalter lässt auf Beratung und Verkauf schließen und kann mit hellem und sachlichem Licht unterstützt werden. Gegen Abend verschiebt sich die Nutzung des Raumes eher zur Ausstellung hin, was ein inszenierendes Licht verlangt. Das Lichtsystem Farbfelder erkennt dies und passt langsam die Lichtstimmung der Raumnutzung an.
Die Lichtgestaltung orientiert sich an Goethes Farbentheorie und seiner Idee der Harmonie der Farben. Jedem Nutzungsbereich ist eine Farbe zugeordnet, die Einfluss auf den Grundton des Raumes hat. Bewegung in einem dieser Farbfelder verändert die Lichtfarbe des Raumes.
Basierend auf Goethes Farbentheorie ist dem Grundton ein Kontrastton beigestellt, womit eine wiederholende Lichtsituation durch eine rotierenden Farbwechsel in der Programmierung vermieden wird.






















