Zur Konferenz Zukunft der Gesellschaft der Alfred-Herrhausen-Stiftung der Deutschen Bank 2005 in Weimar wurden Bauhaus Studenten eingeladen, ihre Ideen zu diesem Thema auszustellen.
Natürlich ist die Zukunft nicht vorhersehbar und nur in Ansätzen zu erahnen. Diese Vorahnungen sind subjektiv geprägt und unterscheiden sich bei jedem Menschen durch seine Lebenseinstellung. Diesen Punkt - die individuelle Vorstellung der Zukunft - möchte die Installation aufgreifen.
Juni 2005
mit Bjoern Jung und Marc Sauter.
PC, Webcam, 200W PAR-Strahler,
2 AVR Atmega8 und 128 Servomotoren,
AVR Bascom Compiler, Eagle E-Layout.
Die Medienkunstinstallation IIO stellt metaphorisch einen Blick in die Zukunft dar. Die weißen Platten bieten als Pixel, Blätter oder Puzzlestücke eine Projektionsfläche für die eigene Zukunftsvision.
Der Besucher kann mit seinem Schattenbild die Medienwand bewegen. Mit seinen Körperbewegungen steuert er die Drehung der weißen Platten und hat Einfluss auf seine Projektionsfläche. Die Zukunft wird nicht unheilvoll und bedrohlich, sondern beeinflussbar und spielerisch erfahren.
Die 4x8m große Medienfassade besteht aus 128 weißen, drehbaren, 50cm2 großen Platten. Wird eine Platte durch den Schatten verdunkelt, so rotiert sie um 45 Grad und anschließend zurück. Eine Videokamera filmt die Wand ab und eine Livevideosoftware wertet die Helligkeitswerte aus. Die Software wandelt die Werte in Drehbefehle um und leitet sie an eine Schaltung mit Mikrocontroller weiter, der die jeweiligen Servomotoren der Platten steuert. Die Klangkulisse entsteht aus dem Surren der sich drehenden Motoren und der elektroakustischen Komposition, die sich dem jeweiligen Aktivitätslevel der Besucher anpasst.
Bei der Installation habe ich die elektrische Schaltung für die Rotation entwickelt und umgesetzt.
























