Die digitale Revolution hat schon viele Bereiche der Produktion und Lebenswelt erfasst. Selbst zwei Jahrzehnte nachdem die Computer ihren Siegeszug in die Arbeitswelt begonnen haben, fehlt ein breites Verständnis dafür, was die Digitalisierung der Arbeitsprozesse bedeutet. Ein Vorreiter dieser Entwicklung ist der Film.
Die Ausstellung fokussiert sich auf den Bereich der Technik des Digitalen Films, um deren Einfluss auf die Produktionsweise fassen zu können. Das Digitale Bild kommt ursprünglich aus dem kleinen Arbeitszusatz der Special Effects und nahm stetig die kompletten Produktionsstufen ein. Die Technik änderte die Produktionsweise dermaßen, dass inzwischen die Postproduktion zum wichtigsten Teil der Filmarbeit geworden ist.
In den deutschen Filmmuseen wird auf die digitale Produktionsweise nicht eingegangen, sondern stets nur auf die Anfänge des Kinos bis zum Zelluloidfilm. Die Museen stellen die Inhalte szenografisch und über Objekte dar. Das Medium Film streifen sie jedoch nur.
Im Gegensatz dazu stellen Science Center ihre Inhalte durch Teilnahme, Bewegung und Interaktivität dar, können damit aber keinen tiefen Einblick in die Materie geben. Eine neue Ausstellungsform, die beide Elemente mischt ist die Ausstellung Batman Revolts — Digitale Filmproduktion.
Die Ausstellung soll digitale Filmtechniken durch eine themenorientierte und Arbeitsprozesse zeigende Ausstellungsweise einem breiten Zielpublikum vermitteln. Der Besucher kann sich aktiv während des Rundgangs mit der Materie auseinandersetzen, indem er spielend die digitalen Produktionstechniken nachvollzieht. Hierzu werden interaktive Installationen mit klassischen Ausstellungsmedien wie Bildern und Texten eingesetzt.
Das Thema gibt die Herangehensweise vor: Die Möglichkeiten des Digitalen Bildes werden nicht nur dargestellt, sondern mit ihnen wird gearbeitet. Selbst die Erfassungstechnologien der Installationen arbeiten mit Bildanalyseverfahren und so werden die Darstellungstechniken zur Forschungsstrategie.
Dadurch wird eine neue Ebene eröffnet: Der Besucher hat die Möglichkeit, aktiv am Geschehen der Ausstellung teilzuhaben und die vorgestellten Techniken kennenzulernen.
Daneben geben die Ausstellungstexte den Raum für eine detaillierte Darstellung komplexer Sachverhalte. Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen Museum und Science Center, zwischen vorbereiteter Information und erfahrbarer Information, durch learning by doing.
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